Glückspilze 2015

Kiwi

Kiwi (früher Kiara)

Geboren 2012

Wohnt seit dem 12.10.14 in Maintal

Kiwis Familie berichtet:

Seit Wochen ging uns Katzendame Kiara nicht mehr aus dem Kopf. Die Beschreibung im Katzenforum war die perfekte Ergänzung zu Katzi. Die schwarze Pantherlady kam damals durch puren Zufall zu uns und beherrschte ihr häusliches Revier als Single. Monate später kam Charly hinzu, von uns bewusst als Gesellschaft für Katzi gesucht und gefunden. Er blieb acht Monate und kam eines Tages nicht mehr zurück. Wir entdeckten ihn hier und da in seiner eigenen Freiheit - Der Kater hatte sich leider anders entschieden. Katzi war wieder allein, unsere Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Charly lebt bis heute.

 

Die Pantherdame sollte aber wieder eine neue Gefährtin bekommen. Die Suche im Netz offenbarte die perfekte Beschreibung im KatzenForum. Kiara, bildhübsch, sozial, verschmust. Pflegestelle Schwalmstadt suchte ein neues Zuhause für die Tigerin. Etwas verwunderlich, dass eine so hübsche Maus noch zu haben sein sollte. Unsere Bewerbung für Kiara wurde nach Schwalmstadt gesendet. Kurz darauf schauten wir uns die Süße vor Ort in Natura an. Ihr Pflegezuhause war sehr schön, bot ein Freigehege. Der Entschluss für Kiara war im Grunde längst gefallen und wurde hier augenblicklich in Stein gemeißelt. Am 12. Oktober 2014 zog sie bei uns ein. Die grünen Augen erinnern an eine leuchtende Kiwifrucht und schwupps, war sie umgetauft.

 

 

 

 

Katzi war anfangs nicht sehr angetan. Was will die denn hier? Sollte sie ihr Revier schon wieder teilen? In der ersten Woche spie sie Feuer... mit Fauchen und Brummen bei jeder Gelegenheit. Kiwi ließ das kalt. Sie ließ sich nicht provozieren. Im Gegenteil, sie zeigte dem schwarzen Pendant den Weg zum friedlichen Miteinander. Fauchen erfolglos, das Zicken verpuffte schließlich im Nirwana. Bald darauf verzeichnete das Personal sogar erste Nasenstubser. Das Gute hatte gesiegt, die Harmonie gewann. Mittlerweile wird gemeinsam herumgetobt, das Futter geteilt und die Freigänge genossen. Nicht selten hocken beide Ladys nebeneinander auf Fensterbänken, um das Gartenrevier zu kontrollieren. Die beiden Ladys köpfeln sogar.

 

 

Aber Kiwi hat noch mehr drauf. Sie miaut sehr eindrucksvoll in ähnlichen Tönen wie ein Martinshorn. Das brachte ihr den neuen Spitznamen Sirenchen ein. Vielleicht die erste Katze mit einem Doppelnamen? Kiwi Sirenchen. Die Lady durchstreift auf ihren Beobachtungszügen sämtliche Schränke, Wäschewannen, Küchenschubladen, Kartons und manche dunkle Ecken. Selbst frisch gebackene Kuchen inspiziert sie, von Tellern werden die letzten Krümel vertilgt, vom Frühstück klaut sie Wurst und Käse. Nur gut, dass sie den Kühlschrank nicht allein auf bekommt... Und dann geht's ans Kuscheln! Vergessen wir mal alles bisher bekannte. Kiwi setzt eigene Maßstäbe. Sie lässt sich sehr gerne herumtragen, schaut sich die Welt aus der Perspektive des Sightseeing an, wie bei einer Busfahrt. Sobald man sich mit ihr aber hinsetzt, geht sie wieder anderen Gelüsten nach. Hat man sie aber im Stehen auf dem Arm, dann wird kernig gekuschelt. Kiwi mit ihrem Personal Köpfchen an Kopf. Sitzt man auf Couch oder Stuhl, springt sie einem auch flauschig gerne auf die Schulter und macht es sich als Schal bequem. Die Krallen ankern leicht in der Konfektion, während das Schmusetier die Lage im Griff hat. So lässt es sich Leben. Ihr tief zufriedenes Schnurren vibriert dicht ans Ohr, sie köpfelt zart mit dem menschlichen Wesen, das sie versorgt. Wie ein brütendens Gefieder verbreitet die Fellnase behagliche Wärme auf der Schulter. Die Krallen pieken hier und da, kaum merklich.

 




 

Wenn man jetzt der Meinung wäre, sich nicht mehr rühren zu dürfen, weit gefehlt. Das Sirenchen kann es gar nicht abwarten, dass es erneut durch das Zuhause getragen wird. Die Aussicht von dort oben ist doch prächtig. Man lässt sich chauffieren. Vielleicht noch den Fressnapf reichen? Was bietet der Service? Was kostet die Welt? Die Panorama-Aussicht hat was. Vielleicht entdeckt man von hier oben besonders gut das bevorzugte "Spielzeug" der Samtpfoten? Mäuse, die man in der letzten Nacht unbemerkt durch das Fenster am Personal vorbei einschmuggeln konnte? Auf jeden Fall war es bequem und flauschig, sich flirtend so durch das häusliche Revier bewegen zu lassen. Und sollte es dann doch mal etwas zu schaukelig werden, aus der Höhe zu Boden zu springen, ist für Kiwi kein Thema. Ihre Anatomie ist ein Phänomen, ebenso wie ihre Sprungkraft. Mühelos überwindet sie aus dem Stand eine Höhe von 1,00 m. In etwa der Höhe ist die Fensterbank, wo Kiwi sich ebenso oft wie gerne die gläserne Pforte ins Gartenreich öffnen lässt. Und wieder ein Sprung, - in die Botanik.

 



 

Die Katzingers sind es, die hier die Welt aus den Angeln heben.  Schwarzes Katzi, die erste Dame, immer live dabei, Charly, immer noch vermisst und Kiwi, immer am kuscheln. Katzi ist nicht ganz so turbulent, springfreudig und kuschelnd wie Kiwi. Sie spielt eher den ruhigen Pol und schaut sich gerne Kiwis munteres Treiben vom Kratzbaum an. Dennoch tappen sie meist zusammen durch den Garten, jagen einander spielerisch und futtern ihre Malzeiten im Team. Sie passen prima zusammen, bieten zudem schönen Fellkontrast und funkeln mit ihren Augen um die Wette und lassen sich zu gerne Portraitieren.

Die beiden sind die Königinnen ihres Reviers, haben ihre besonderen Ecken und Plätze zum Chillen, Schlafen, träumen, Räkeln und gehen, wann immer sie Lust haben, dem Putzen nach. Das Personal putzt die Wohnung, die Katzingers putzen sich selbst. Ständig, überall und vor allem meist mitten im Weg. Ab und an präsentieren sie ihre Beute, legen sie dem Personal stolz zu Füßen. Deren Begeisterung hält sich in Grenzen. Manche Lebendfalle hat hier schon erfolgreiche Einsätze gehabt.

Und wenn Charly sich wieder erinnern sollte, wo sein zu Hause einmal war, dann ist er nicht nur sehr willkommen, sondern auch „Tiger im Korb".